Allgemein / Hotel
Das Jetwing Blue ist sehr in die Jahre gekommen und das sieht man überall. Der Service ist unorganisiert. Häufig sind Reisegruppen und Hochzeitsgesellschaften im Hotel untergebracht. Im Ballsaal finden auch schon mal Technoevents statt. Dies ist mit entsprechender nächtlicher Lärmentwicklung verbunden. Urlaubsreisende gehen dabei unter. Das Essen ist qualitativ sehr gut und abwechslungsreich. Der Pool ist langweilig aber es lässt sich gut darin schwimmen. Der Strand und das Meer sind super. Wir waren jeden Tag im Ozean schwimmen und sind immer noch am Leben. Jeder der leidlich schwimmen kann wird die achso gefährlichen Unterströmungen auch überleben können. Das WLAN ist unzuverlässig. Eine Landplage sind die vielen Raben. Die Strandverkäufer sind vom Hotel geduldet und sorgen dafür das man am Pool und am Strand permanent belästigt wird. Diese Leute akzeptieren kein Nein. Auch das aufsagen des Spruchs "sali nä" (kein Geld) wird nur müde belächelt. Beim morgendlichen Frühstücksbüffet darf man nicht in Richtung Ozean schauen. Dort stehen schon Verkäufer die Ihren Ramsch hochhalten.
Lage
Das Hotel liegt etwas abseits von Negombo. Zum Zentrum sind es etwa 5 km. Der buddhistische Tempel ist sehenswert. Der Fischmarkt ist hygienisch eine Katastrophe. Wer dort etwas kauft muss eine sehr stabile Gesundheit haben. Wir haben den Gedanken verdrängt, das der servierte Fisch im Hotel von diesem Markt stammen könnte. Es gibt einen Supermarkt namens Arpico. Hier kann man Artikel zu Preisen kaufen, die nicht für Touristen modifiziert wurden. Es stellt sich allerdings die Frage was man sonst noch in Negombo soll. Die Stadt ist, wie der Rest der Insel auch, wirklich nicht schön anzuschauen. Die TukTuk Fahrer sind allgegenwärtig und verlangen von Touristen Mondpreise. Man muss immer klar machen das man kein Millionär ist und nicht mehr als das doppelte Beföderungsentgeld der Einheimischen bezahlen möchte. Überhaupt muss man sich ständig der "tollsten" Angebote erwehren.
Ausflüge zu den "Sehenswürdigkeiten" der Insel dauern lange und sind teuer. Durchschnittsgeschwindigkeit mit dem gebuchten Fahrer im Kleinbus ca. 30 km/h. Wir waren nach Kandy von 6. 00-bis 18. 00 Uhr unterwegs. Den Fahrer, einen Katholiken mit dem Namen Jerome, haben wir nach dem ersten Ausflug beurlaubt. Wir hatten keine Lust mehr auf Batik, Edelstein, Gewürz, Masken und Elefantenabzockstationen. Mit dem Zug von Negombo nach Colombo (ca. 45km) dauert es unglaubliche 80 min. Blumenpflücken während der Fahrt verboten!
Service
Sauberkeit der Zimmer gut. Bei jedem Abendessen aufwendige Platzsuche.
Jeder hält die Hand auf. Zimmerservice kommt auch zweimal am Tag, wenn Trinkgeld lockt.
Gastronomie
Essen gut und abwechslungsreich. Einheimische Currys sehr gut. Beim Frühstück fliegen Raben Angriffe auf die Essensreste.
Sport / Wellness
Freizeit und Sportangebote nur von Drittanbietern. Preise überteuert. Srand breit und im Bereich des Hotels sauber.
Zimmer
Zimmer zur Seeseite sind ausreichend groß. Badezimmer mit Wanne und großer Dusche.
Neben der Toilette ein Telefon. Ich vermute das man das Klärwerk anrufen soll, um größere Lieferungen anzumelden. Keine Ablageflächen. Türen wackelig. Wenn man auf dem Balkon sitzt kann man Pool und Meer nicht sehen, da ein "genialer Architekt" breite Holzgeländer verbaut hat. Nur eine Decke für das Doppelbett.
Preis Leistung / Fazit
Als Durchgangshotel ausreichend. Für zwei Wochen Urlaub inakzeptabel. Das Land ist arm und wirklich nicht schön anzuschauen. Preise für Touristen jenseits von gut und böse. Verkehr katastrophal. Umgebung laut und chaotisch.