Allgemein / Hotel
Wir buchten ein Arrangement für zwei Nächte mit Halbpension im November 2008 anlässlich meines 50.Geburtstages. Das Hotel wirkt von außen unscheinbar, nicht wie ein 4 Sterne Superior Hotel. Das
Haupthaus war ausgebucht, wir bekamen ein Appartement namens Graf Berghe von Trips in einem
der vielen Nebengebäude. Das Appartement war luxuriös eingerichtet und sehr sauber. Zudem fand
sich eine Menge Literatur über den berühmten Rennfahrer, welcher 1961 in Monza tödlich verunglückte.
Vom Appartement bis zum Wellnessbereich muß man etwa 250 Meter laufen, der Wellnessbereich befindet
sich im Haupthaus. Interessant ist das man sich im Wellnessbereich innerhalb von etwa 800 Jahre alten
Burgmauern aufhält. Aufgrund der architektonischen Begebenheiten ist der Wellnessbereich recht klein
und beengt, zudem muß man zwei Etagen laufen um in den Ruhebereich zu gelangen. Es ist jedoch alles
sehr geschmackvoll eingerichtet und das Personal dort ist sehr nett und hilfsbereit. Zur Verpflegung ist zu
sagen dass das Restaurant einen fantastischen Blick auf den Rhein frei gibt. Das Frühstücksbuffet ist sehr
reichhaltig, zudem steht ein Koch bereit, welcher Eier in allen Variationen zubereitet. Am Buffet habe ich
lediglich gut gekühlten Sekt vermisst, wie es in Häusern dieser Preiskategorie ansonsten üblich ist. Durch
das Arrangement hatten wir zwei Abendessen, bzw. ein Vier Gang- und ein Fünf Gang Menü. Die Qualität
darf ruhigen Gewissens als hervorragend eingestuft werden, auch die Aufmerksamkeit des Personals,
insbesondere des jungen Restaurantschefs würde ich als sehr gut bezeichnen. Nun wo Licht ist, da ist
auch Schatten. Nicht gefallen haben mir die exorbitant hohen Weinpreise und die mangelnde Auswahl
an lieblichen Sorten. Trinkbarer Genuss stellt sich erst ab etwa 7 Euro für die 0,2 Liter Karaffe ein, nach
oben sind keine Grenzen gesetzt . Ferner haben an beiden Abenden die Getränkeabrechnungen nicht gestimmt
und auch beim späteren Absacker in der hoteleigenen Kneipe zum Backes sollten wir mehr bezahlen,
als wir verkonsumiert hatten. Die Hotelleitung sollte ihr Personal diesbezüglich besser schulen, denn
wenn solche Dinge an zwei Abenden dreifach passieren, dann hinterlässt das bei den ohnehin üppigen
Getränkepreisen einen unseriösen Eindruck. Insgesamt können wir das Hotel jedoch wärmstens weiter-
empfehlen, vor allem der Blick auf den Rhein beim abendlichen Dinner ist alleine schon ein Besuch wert.
Lage
Man muß sich im klaren sein, dass man sich auf einer Burg befindet, also ist "kraxeln"
nach unten in den Ort und hinterher wieder nach oben angesagt.
Service
Der Service war sehr gut, die Information am Empfang wo sich die Nebengebäude befinden,
die könnte besser sein. Wir haben das Appartementhaus suchen müssen.
Gastronomie
Das Restaurant bietet eine super Blick auf den Rhein und das Essen war sehr lecker
Sport / Wellness
Der Wellnessbereich ist bauartbedingt recht klein und man muß Treppen laufen....
Es gibt keinen Aufzug, also für Behinderte weniger geeignet. Es ist allerdings
alles sehr geschmackvoll eingerichtet. Tee, Wasser und Obst stehen bereit,
bzw. können kostenlos konsumiert werden. Handtücher für die Sauna stehen
in genügender Anzahl zur Verfügung. Im Sommer kann man auch draußen
im Burggarten liegen. Das Wasser im Pool dürfte etwas wärmer sein.
Zimmer
Das Appartement Graf Berghe von Trips war etwa 65 m2 groß und bot allen erdenklichen
Luxus. Gestört hatte uns das wir das gesamte Appartement gebucht hatten und der
Küchenbereich dann verschlossen war. Im Winter nicht das Problem, aber im Sommer
möchte man vielleicht seine mitgebrachten Getränke kühlen, sofern man kein Minibar
Fan ist. Im Appartement fehlt ein Zimmersafe, was dem Personal anscheinend nicht
bekannt ist, denn uns wurde mitgeteilt das sich in jedem Zimmer ein Safe befindet.
Nach dem Umdrehen sämtlicher Bilder und Inspektion des Schrankes stellten wir
fest, dass dem nicht so ist.
Preis Leistung / Fazit
Das Hotel ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man es romantisch mag.
zu verbessern wäre:
dass das Empfangspersonal besser erklärt wo sich die Nebengebäude befinden
( im Nachhinein war es einfach, aber durch die vielen ersten Eindrücke erkennt
man den Wald vor lauter Bäumen nicht )
Bei der Buchung des Appartements sollte darauf hingewiesen werden, dass der
Küchenbereich nicht zugänglich ist.
Die Weinpreise sind für eine Weingegend exorbitant hoch, es sollten preiswertere
und trotzdem trinkbare Weine im Angebot zu finden sein. Das Angebot an lieblichen
Weißweinen lässt zu wünschen übrig.
Es fehlt Sekt am Frühstücksbuffet
Die Getränkeabrechnungen sollten stimmen