Allgemein / Hotel
Das Hotel liegt am Eingang zum Ötztal, Ortsteil Ötztaler Bahnhof.
Da das Hotel im Gegensatz zum Internetangebot im Ortsprospekt nur mit drei Sternen geführt wird entstehen schon die ersten Differenzen zwischen der Erwartung und dem Gebotenen.
Historisch gewachsenes Haus mit vielen Anbauten und Ergänzungen.
Durch ein zentrales Treppenhaus aber dennoch gut gegliedert.
Die einzelnen Räume entsprechen in ihrer Einrichtung dem ursprünglichen Standard ihrer Errichtung. Ein innenarchitektonisches Konzept ergbt sich dadurch nicht.
Auch die Zimmer erwecken eher den Eindruck, dass Sie unter ökonomischen Gesichtspunkten, möglichst wenig Kosten, eingerichtet wurden.
Aufgrund der Lage direkt am Bahnhof sehr laut, da auch nachts regelmäßig Güterzüge verkehren.
Lage
Das größte Manko ist die unruhigen Lage direkt am Bahnhof.
Daraus ergibt sich allerdings eine sehr gute Verkehrsanbindung. Busbahnhof und Eisenbahnanschluß direkt vor dem Hoteleingang.
Gute Anbindung zu den Skigebieten im Ötztal. Das Skigebiet von Ötz-, Hochötz ist
ca. 7 km entfernt.
Einkaufsmöglichkeiten, für den Tagesbdarf in unmittelbarer Nähe. Mit dem Auto auf dem Weg zu den Skigebieten befindet sich auch noch ein Einkaufszentrum.
Service
Obwohl das wenige Personal 24 Stunden im Einsatz zu sein schien, war es immer freundlich.
Check in war bei der Anreise nicht besetzt, da das Personal anderweitig eingesetzt war.
Die personelle Ausstattung beschränkt sich auf das notwendige Minimum zum Abräumen des Geschirrs und zum Herrichten der Zimmer, wobei unser Zimmer an einem Tag nicht gereinigt wurde.
Die Kinderbetreuung fand nur in einem Raum im Keller statt.
Die Ausstattung war minimal, eine Matte und ein paar Bälle.
Die Aktivitäten beschränkten sich auf: Malen, Basteln und Kino.
Eine bargeldlose Zahlung war wegen fehlender Ausstattung nicht möglich.
Gastronomie
Das Hauptproblem ist die Verpflegung. Ausschließlich in Form von Selbstbedienung.
Morgens zum Frühstück kaum Brotauswahl nur helle Brötchen und Toastbrot.
Das Abendessen in Buffetform besteht generell aus einem Saltbuffet, einer Suppe und drei Gerichten zur Auswahl und einem Nachtisch.
Das Essen wird in Wasserbädern warmgehalten und man bedient sich selbst.
Das Essen ist dann natürlich auch nur lauwarm und von der Konsistenz je nach
Dauer der Warmhaltung wenig ansehnlich.
Alternativen konnten nicht gewählt oder bestellt werden.
Selbst ein Eis für die Kinder war nicht erhältlich.
Separate Kindermenüs wurden nicht angeboten.
Kinderstühle waren jedoch vorhanden.
Leider waren nicht genug Tische und Stühle im Speisesaal für alle Gäste vorhanden, so dass es zu Auslagerungen in andere Räume kam.
Das Essen entspricht in keiner Weise einem Hotel von drei oder vier Sternen.
In der Zeit unseres Aufenthalts gab es beispielsweise an einem Abend Kassler mit Sauerkraut, am nächsten Abend Schweinebraten mit Suaerkraut und am dritten Abend
Krautsuppe sowie Tirolergröstel, für die Verarbeitung der Fleischreste.
Die Getränke waren inklusive. Der Orangensaft hatte Sunkistniveau und der Rotwein war gekühlt.
Aus meiner Sicht das Niveau eines schlecht geführten Landschulheimes.
Sport / Wellness
Sport und Freizeitangebote gab es nicht.
Hallenbad ebenfalls Fehlanzeige.
Zimmer
Die Zimmer sind großzügig und sauber, die Möbel versprühen jedoch eher den Charm einer IKEA Einrichtung.
Die Zimmer sind sehr hellhörig. Sowohl aus dem Flur, wie auch aus den Nachbazimmern und vom lebhaften Bahnhofsvorplatz dringen die Geräusche trotz geschlossener Fenster und Türen ins Zimmer.
Das zusätzliche Doppelbett im Familienzimmer hatte keine gerade Liegefläche. Der Kopfteil sackte immer wieder ab.
Zusatzausstattungen oder buchbare Zusatzleistungen gab es keine.
Die Fernsehprogramme beschränkten sich ebenfalls auf nur wenige terristisch zu empfangende Kanäle. Das Fernsehenbild war außerdem viel zu klein. (Bilddiagonale max. 36 cm)
Preis Leistung / Fazit
Das Skigebiet Ötz- Hochötz ist für Anfänger und Familien sehr zu empfehlen, da die Pisten überwiegend blau und rot, sehr breit sind.
Das Skigebiet ist sehr übersichtlich, so dass man die Mittagspause gut mit seinen Kindern, die zum Beispiel in der Skischule sind, verbringen kann.
In der Karnevalswoche kann es jedoch passieren, dass die Hütten zu Mittagszeit überfüllt sind
Es gibt zwei Skischulen im Skigebiet. Eine schult nach dem Bobo Konzept.
Skiverleih direkt an der Bergstation.
Gute Skibusanbindung und ausreichend Parkplätze an der Talstation.
Empfehlen kann ich das familiär geführte Hotel Waldhof in Habichen.
Dies konnten wir jedoch nicht für unseren Urlaub nutzen, da hier in der Hauptsaison nur eine Aufenthalt von Samstag bis Samstag möglich ist.