Allgemein / Hotel
KommisStudios ist eine kleine, individuelle, sehr gepflegte Anlage von - etwa 14 - Appartments über je zwei Etagen, 1998 angelegt und gleich mit einer Bougainvillea versehen, die sich zu einer wunderbaren, alles einfassenden Pflanze entwickelt hat. Sie ist in griechischen Stil erbaut, mit ummauertem Brunnen, Terrasse über zwei Ebenen, wo man auch frühstückt und sich tagsüber aufhalten kann, wenn man möchte. Frühstück ist eingeschlossen, in der Saison wird auch selbst gekocht, vor allem fangfrischer Fisch, ansonsten drei gute Tavernen innerhalb 200 m. Viele Fotos aus der Kino- und Theatergeschichte in den Räumen, da der Hauptbesitzer, ein in Griechenland sehr bekannter Schauspieler ist. Wir trafen deutsche, englische und griechische Gäste verschiendener Altersgruppen, leider keine Kinder, während wir da waren. Man muss einige Steinstufen steigen können. Im Appartment ist ein Kühlschrank, auf Anfrage erhielten wir ein Tablett mit Tellern, Besteck und Weingläsern.
Lage
Keratokambos liegt im touristisch weniger erschlossenen mittleren Süden, der Strand liegt in etwa 50 m Entfernung und besteht aus schönen, durchbänderten Kieseln. Ein kleiner, reizender Ort, wo noch jeder jeden grüßt, egal in welcher Sprache. Auch das Nachbarhotel ist schön, es gibt aber auch einfache "rooms". In etwa 10 km Entfernung liegt Viannos, eine hübsche Kleinstadt auf einem Hügel, wo sich die vielen Touristen immer gleich vertrauensvoll neben die griechischen Großväter auf die Bank setzten. Dort sind etliche Geschäfte, Banken usw. Es gibt aber auch in Keratokambos in Laufnähe mehrere kleine Shops mit allem, was man brauchen kann, einschließlich frischem Obst, Käseauswahl und etlichen griechischen Weinen. Vom Flughafen in Heraklion braucht man nur eine gute Stunde, wenn man sich die Lage der "New Road" erklären lässt, die erst 2009 fertiggestellt wurde und noch nicht gut angezeigt wird. Sie ist in Teilen autobahnähnlich, was man von der alten Straße nicht sagen kann, mit ihr braucht man 2 Stunden und fährt durch einige Wohnzimmer in den griechischen Dörfern. Wenn man ein Auto leihen möchte, sollte man dies vorher tun, es ist nicht nur billiger, sondern auch sicherer, dass man eines bekommt: Zu unserer Zeit waren alle leihbaren Autos unterwegs. Für 9 Tage zahlten wir etwa 250 ?. Es dauert etwas länger, von der Südküste aus Ziele im Norden zu erreichen, aber auf Kreta dauert alles immer etwas länger, weil man immer - oder meist - irgendein Gebirge oder eine Hügelkette rauf oder runter fahren muss. Aber das war irgendwie auch schön so.
Service
Das Personal ist freundlich und hilfsbereit, allerdings spricht man nur an der Rezeption Englisch, ansonsten ist Griechisch oder Zeichensprache angesagt. Die Zimmerreinigung ist ausreichend, auf Hinweise wurde eingegangen. Im Ort gibt es eine medizinische Station.
Gastronomie
Landestypische Küche in mehreren Tavernen, die jeweils am Meer liegen. Wir konnten die gewünschten Fische aus der Truhe aussuchen, da lagen sie hübsch auf Eis. Wenn man griechischen Salat bestellt, bekommt man eine Schüssel, die für mehrere Personen reicht. Die Sonnenuntergänge dazu sind gratis. Auf die Glasscheiben der Tische wird gleich nach Ankunft der Gäste eine Papiertischdecke gelegt und befestigt. Manchmal findet man auch kleine Portionen für Kinder oder kalorienbewusste Damen. Die Preise sind niedrig, trotzdem wird Gutes dafür geliefert, und hinterher kommen auch ohne Bestellung eine große Portion Melone und die Uzos.
Sport / Wellness
Es gibt einen Hot Spot, aber keine Bespaßung. Dieser Ort ist eher etwas für Leute, die sich ihre Unterhaltung selber suchen und es genießen, mal ganz woanders zu sein und den Leuten dort bei ihrem Leben zuzusehen. Dann lassen sie einen auch daran teilhaben.
Zimmer
Die zweigetelten Appartments sind je etwa 20 qm groß, individuell ausgestattet mit Holzmöbeln und Metall- Doppelbett, Geldsafe, Kühlschrank, Badezimmer mit ummauerter Dusche, Föhn, mehreren Spiegeln. Mehrere Zimmer gehen direkt auf das nahe Meer, man schläft mit dem Wellengeräusch ein, zumal man in der Saison die Fenster auflassen muss, sonst ist es zu warm. Es gibt aber auch eine Klimaanlage. Zwischen Hotel und Meer ist aber auch noch die - wenig befahrene - Straße. Einmal fiel für 2 Stunden abends der Strom aus, war aber kein Problem, weil wir so den Sternenhimmel und die Fledermäuse viel besser sehen konnten. Auf dem Sofa könnte wahrscheinlich auch noch jemand schlafen. Bettwäsche und Handtücher wurden nach Bedarf gewechselt.
Preis Leistung / Fazit
Die beste Reisezeit ist wohl kurz vor oder nach dem Hochsommer, dann ist es nicht mehr ganz so heiß, aber das Meer hat eine gute Badetemperatur. Das Hotel Kommis-Studios lebt von der Geschichte und dem Beruf des Erbauers, dem in Griechenland bekannten Schauspieler Herrn Komis. Handyempfang und Internetzugang war möglich. Wir hatten Sonne pur, die Landschaft war - Ende August, Anfang September - schon etwas verkarstet. Manche Ebenen sin im Frühling oder Frühsommer sicher schöner.