Allgemein / Hotel
Modernere Hotelanlage mit kleineren vielen Nebengebäuden. Die Zimmer verteilen sich auf drei Etagen. Der gesamt Hotelkomplex ist unterkellert, mit zahlreichen Tagungs-, Unterhaltungs und Wellnessbereichen sowie einem Hallenbad. Geboten werden soll All-Inclusive. Während unseres Aufenthaltes trafen wir auf insgesamt nur wenige fast ausschließlich deutschsprachige Gäste aller Altersgruppen
Innenausstattung (Lobby, Restaurants, Bars, Gesellschaftsräume):
Nüchternes Ambiente. Viele Möbel waren schon für die Winterpause eingelagert. Große Teile des einzigen Restaurants gesperrt
Lage
Gleich vor und in der Nähe der Anlage befinden sich in dem kleinen, aufstrebenden Ort Colakli viele Markets, Bars und Restaurants. Es gibt eine Dollbusanbindung sowie Taxenstände. Schön ist ein Besuch des Markts in Managat oder der Ort Side Die Transferzeit zum Flughafen Antalya beträgt ca. 1 Std.
Einrichtungen im daneben befindlichen Hotel Club Grand Aqua können normalerweise auch benutzt werden, allerdings war hier bereits die Winterpause eingezogen.
Die Hotelanlage selbst befindet sich ca. 300m vom Strand entfernt. Dieser ist über einen zugehörigen Park zu erreichen.
Service
Empfang ⁄ Service:
Das Einschecken war etwas umständlich, die Dame verlor bei insgesamt sieben Personen schnell den Überblick. Das Ausschecken in der Nacht verlief aber problemlos.
Auf Nachfrage am Vortag der Abreise, wo der Abholtermin einzusehen wäre, waren wir gezwungen, die sich hinter dem Tresen munter unterhaltenden Mitarbeiter zu unterberchen. Einer der jungen Männer wies mit dem Finger in einen Seitenbereich des Gebäudes und man setzte seine wohl amüsantere Unterhaltung fort.
Zimmereinigung war so in Ordnung, mehr ist dazu nicht zu sagen.
Da viel Nachsaisonpersonal vor Ort war, ergaben sich des öfteren Probleme mit der Verständigung.
Allerdings möchten wir für das arbeitende Personal eine Lanze brechen. Die, die am wenigsten dort verdienen waren immer nett und freundlich. Sie mussten den Ärger der Gäster absorbieren, der Manager hingegen ließ sich gerne verleugnen. Der war wohl damit beschäftigt weitere Einsparungen zu berechnen, dies umsetzten zu lassen, sowie den zentralen Kühlschrank zu bewachen.
Gastronomie
Das Essen hatte ich in Bulgarien in kleineren Hotelanlagen besser erlebt. Keinerlei Vielfalt nur billigste Lebensmittel prägten den täglichen, letztendlich dadurch quälenden Gang, durch das Hauptrestaurant. Auf Grund der wenigen, dauernd gesottenen, Fleischgerichte und Gemüsebeilagen waren wir gezwungen auf Nudeln auszuweichen. Von den fünf Grillstationen waren wenn überhaupt nur zwei angeschaltet. Da gab es dann ein Fischgericht, oder an der anderen entweder Leber oder Kebab, oder Hühnchenbrust. Aber immer nur eine Sorte pro Tag Allerdings gab es auch einmal hauchdünnes Rindfleisch und sonst nichts anderes. Die anderen Stationen wurden geschickt mit Reisaufläufen, Schmorgemüsen und anderen BEIGERICHTEN kaschiert. Der Koch kann nichts dafür, das Management hat wohl keine größeren Einkäufe mehr zugelassen. Ebenso waren Bars geschlossen, Snacks nicht mehr aufgebaut oder Getränke gingen mehrfach am Abend aus. Statt Cola gab es aus Mangel bereits Nachmittags nur noch Cola-Light oder es wurde hinter der Bar verdeckt aus Cola-Dosen eingeschenkt.
An Getränken gab es wenig Auswahl. Wein, Bier, Brandy, Vodka und Raki, dazu Cola, Sprite künstliche Säfte, Kaffee oder Tee. Cocktails oder andere Alkoholika kosteten extra, waren aber wenig überzeugend. Standartcocktails, die unprofessionell zubereitet waren und dem Standart bulgarischer Hotels entsprachen ( da sind sie umsonst ) kamen so um 5 - 6 ?.
Frisch gepresster Grapefruitsaft ( ca 0, 1l ) zum Frühstück wurden mit 0, 50 ? in Rechnung gestellt.
So geht das doch nicht bei All-Inclusive und fünf Sternen, oder?
Insbesondere hat uns geärgert, dass es an der Strandbar keine Snacks und nur noch Cola und Wassersäfte gab. So waren wir gezwungen, für ein Bier die dreihundert Meter zurück zum Hotel zu laufen. Das ist so unmöglich!
Sport / Wellness
Nasaison, deshalb waren sportliche Aktivi tätenso gut wie nicht mehr möglich. Wellness (HAMAM) und Fitnesscenter waren nur zeitlich befristet geöffnet. Shows fanden nicht mehr statt.
Das Reservieren der Liegen ist laut Hotel untersagt, für die Handtücher gibt es eine Towel-Card, für die nur bei Verlust 10 ? fällig werden.
Zimmer
Möbel sind zwar in Ordnung, allerdings schon sehr mitgenommen. Farben im Bereich hellblau bis zartrose mit gelben Wänden Klimaanlage lief so einigermaßen ist aber sehr laut. Fußboden gefliest, Ausblick auf das Dach des Schwimmbades, TV mit 9 deutschen Programmen, Minibar mit einer Flasche Wasser, Kein Zimmerservice, Positiv überraschend waren die Telefongebühren nach Deutschland vom Zimmer aus: Festnetz 0, 216 ? / min und Mobilfunknetz 1, 08 ? / min
Es handelte sich um ein EZ mit zwei Betten, Aussicht war wenig spektakulär und beschränkt auf das Dach des unterirdischen Hallenbades. Im Bad befand sich eine Dusche ohne Duschtasse und nur mit Vorhang. Das führte regelmäßig zu einer kompletten Überflutung des Fussbodens einschließlich Toilette und Waschtisch. Der Preis für den Schranktresor beträgt 7 ? / Woche
Preis Leistung / Fazit
Wir waren bereits im Oktober 02 im Grand Side, im September 04 und November 06 im dazugehörigen Grand Aqua und hatten auch dieses mal eine entsprechende Erwartung auf Grund der Sternebewertung und nicht zuletzt wegen des für diese Jahreszeit doch sehr hohen Reisepreises von über 475 ? p. P.
Leider sind wir aber voll auf die Schn...... gefallen. Das war bestenfalls auf Grund des Angebotes und der Umstände ein 2 - 3 Sterne-Hotel und hätte so nicht mehr als 300 ? p. P. kosten dürfen.
Das mag ja in der Hauptsaison viel besser sein, wir können das Hotel in der Nachsaison jedoch auf KEINEN FALL EMPFEHLEN!